Monika und Udo Tworuschka: Islam – Dialog statt Konfrontation

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Buchrezension von Reinhard Kirste

Das Autorenpaar Tworuschka setzt mit diesem Thesenbuch den zunehmenden Abgrenzungsmechanismen, Feindbildern und Verschwörungstheorien im Blick auf den Islam eine sachgerechte und keineswegs unkritische Orientierung entgegen. Die beiden bemängeln die verkürzte Wahrnehmung „des“ Islam, besonders in den öffentlichen Islamdebatten. Dass diese universale Religion – und damit auch der Koran – Teil Europas ist, belegen sie darum präzise – auch im Blick auf die drei Abrahamsreligionen. Man muss schon Tatsachen verdrehen, um von einer islamischen Überfremdung reden zu können. Die konflikträchtigen Themen, die gern unter den Begriffen Dijihad, Heiliger Krieg, Scharia, religiöse Gewaltvorstellungen, Unterdrückung der Frau abgehandelt werden, müssen an islamischen Vorstellungen zu Demokratie und Menschenrechten sowie Religionsfreiheit und Toleranz gespiegelt werden. Im Blick auf ein Europa, das immer schon ein Erdteil der ethnischen religiösen und kulturellen Vielfalt war, gilt „Ambiguitätstoleranz“ einzuüben, d.h. man muss sich bewusst mit dem Anderen in seinem Anderssein auseinander setzen und dabei doch die Grundwerte von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit/Schwesterlichkeit zu wahren.

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