Mantel der Liebe

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Auszug aus der Artothek-Ausstellung von Heidrun Rathgeb

Die Künstlerin schreibt dazu:

Wir tragen heute meistens Jacken. Der Mantel ist ein langes Bekleidungsstück, das bestenfalls sogar über die Knie reicht. Der Mantel schützt vor Regen und Kälte. Er umhüllt den Menschen, verhüllt, was er darunter trägt. Ein Mantel ist so etwas wie ein mobiles Zelt, das direkt am Körper getragen wird. Die Römer sagten “pallium” zu ihm. Dieses Wort taucht heute wieder in der Hospizbewegung auf, wenn es um die Begleitung von Sterbenden geht. Diese beschützende Pflege nennt man “Palliative Care”.

Marias Mantel hat bei den Gläubigen schon seit Jahrhunderten so etwas Beschützendes. Er wird sogar in Liedern wie “Maria breit den Mantel aus, mach Schutz und Schirm für uns daraus”. In zwei Ausstellungen zu Maria im Jahr 2017 ist mir aufgefallen, dass die Künstler sehr oft das Motiv des schützenden Mantels verwendet haben, was mich zu dieser Ausstellung inspiriert hat. Sind diese künstlerischen Arbeiten ein Ausdruck, dass die Menschen durch vielerlei Verunsicherung wieder vermehrt Schutz suchen, Sicherheit, Geborgenheit, übermenschliche Zuneigung? Die Arbeiten regen an, über meine eigenen Unsicherheiten und Bedürfnisse nachzudenken.

 

 

 

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Herkunft des Materials

Heidrun Rathgeb

Bildungskontext

Berufsschule, Grundschule, Oberstufe, Sekundarstufe

Verfügbarkeit

kostenfrei, frei zugänglich

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