Impulse aus der Reformationszeit für die Begegnung mit dem Islam heute – ein Diskurs

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Buchbesprechung

Das Impulspapier der EKD „Reformation und Islam“ von 2016 hat die ambivalenten Möglichkeiten reformatorischer Erfahrungen für den christlich-islamischen Dialog ins Spiel gebracht. So erscheint die Geschichte der Reformation angesichts der Begegnung mit dem Islam höchst problematisch angesichts der politischen, gesellschaftlichen und kirchlichen Konstellationen der damaligen Zeit:
Gefahr der türkischen Invasionen, soziale Auseinandersetzungen, Streit zwischen Papst, Kaiser, Fürsten und die Spannungen zwischen Alt- und Neugläubigen ergeben ein höchst ambivalentes Bild. Wenn man also die damaligen Erkenntnisse, Verurteilungen und auch interreligiöse Annäherungen für die heutige Situation effektiv über-setzen will, ist eine kritische Aufarbeitung nötig.
Sie zeigt immerhin, dass hermeneutisch flexible Weichenstellungen im Verständnis des Menschen vor Gott und der Auslegung der Heiligen Schriften
Möglichkeiten eröffnen können, den christlich-islamischen Dialog sowohl theologisch wie praktisch voranzubringen.
Dabei sind Dialog und Zeugnis für den Glauben in interreligiösen Begegnungen keine Alternativen, sondern fordern heraus, dass Dialog nur gelingen kann, wenn dogmatisch verfestigte Positionen nicht mehr absolut festgehalten werden, sondern sich ein reform-orientiertes Verständnis durchsetzt.

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