The Present – Preisgekrönter Kurzfilm (2014)

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=3XA0bB79oGc

Kurzfilm zum Thema Behinderung

Jake spielt seit Tagen Computerspiele bis seine Mutter beschließt ihn zu überraschen. Ein Geschenk, das verändert!

Jake ist zunächst begeistert von dem Geschenk. Es ist ein junger Hund mit Behinderung. Das löst bei Jake ganz unterschiedliche Gefühle aus. Dass aus den beiden Freunde werden, hängt mit dem überraschenden Ausgang des Films zusammen.

 

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Herkunft des Materials

Filmakademie Baden Württemberg

Bildungskontext

Sekundarstufe , inklusiver Unterricht.

Verfügbarkeit

Zur nicht kommerziellen Wiederverwendung gekennzeichnet frei zugänglich

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Eine Antwort auf „The Present – Preisgekrönter Kurzfilm (2014)“

  1. Die als Überraschung gedachte Pointe besteht darin, dass der Junge, der sein “Spielkameraden”-Geschenk so vehement ablehnt, weil ihm ein Fuß fehlt, selbst auf Krücken geht, weil auch ihm ein Fuß fehlt. Darin erreicht der Film sicher das Ziel, die übliche Orientierung am Perfekten zu hinterfragen und aufzubrechen, im Sinne von Lebenkönnen mit Unterschieden jenseits von Leistungs-Normen. Versetzt man sich in die Lage des Jungen, so wird sein Ärger und seine Enttäuschung über das Geschenk nachvollziehbar, bedeutet das lebendige “Spiegelbild” seiner Behinderung doch die Herausforderung, sich unausweichlich damit auseinandersetzen zu müssen. Insofern mag als Nagelprobe gelten, ob Lehrkräfte, die den Film einsetzen wollen, ihrem eigenen Kind, wenn es mit einer Behinderung klarkommen muss, selbst ein absichtsvolles Geschenk dieser Art machen würden, das es zu ständiger Konfrontation damit zwingt. Die Beschäftigung des Jungen mit Videospielen wird als obsessiv geschildert und dem körperbetonten Spielen mit dem Hund klar entgegengesetzt. Die Begrenzungen der eigenen Körperlichkeit in der Imagination zu überwinden gehört zur großen Faszination von Videospielen, gerade für Jungen. Schade, dass ausgerechnet ein Film, der Körperbehinderung thematisiert, Betroffenen diese Option vermiesen will. Fazit: der Film eignet sich nur, um mit seiner Pointe die allgemeine Normierung aufzubrechen. Ob er inklusiv aus der Sicht von Kindern mit Körperbehinderung wirken kann, muss dahingestellt bleiben.

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