Warum kann man Gott nicht beweisen?

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Artikel von Matthias Hülsmann im Loccumer Pelikan 3/2020

»Sitzen zwei Männer in einer Bar irgendwo in der Wildnis von Alaska. Der eine ist religiös, der andere Atheist, und die beiden diskutieren über die Existenz Gottes mit dieser ei-gentümlichen Beharrlichkeit, die sich nach dem, sagen wir mal, vierten Bier einstellt. Sagt der Atheist: „Pass auf, es ist ja nicht so, dass ich noch nie mit Gott oder Gebeten experimentiert hätte. Letz-ten Monat erst bin ich weit weg vom Camp in so einen fürchterlichen Schneesturm geraten, ich konnte nichts mehr sehen, hab mich total verirrt, vierzig Grad unter null, und da hab ich‘s gemacht, ich hab‘s probiert: Ich bin im Schnee auf die Knie und hab geschrien: ‚Gott, wenn es dich gibt, ich stecke in diesem Schneesturm fest und sterbe, wenn du mir nicht hilfst!‘“Der religiöse Mann in der Bar schaut den Atheisten ganz verdutzt an: „Na, dann musst du jetzt doch an ihn glauben“, sagt er. „Schließlich sitzt du quicklebendig hier.“Der Atheist verdreht die Augen, als wäre der religiöse Typ der letzte Depp: „Quatsch, Mann, da sind bloß zufällig ein paar Eskimos vorbeigekommen und haben mir den Weg zurück ins Camp gezeigt.“
(Wallace, Das hier ist Wasser, 12f.)

Tja – die Gottesbeweise! Alle weitere erfahren Sie in diesem Artikel!

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Matthias Hülsmann

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