Sünde. Religionspädagogische und systematisch-theologische Anmerkungen

Quelle: akd-ekbo.de : AKD_RU_zeitspRUng_2019-1_S48-49.pdf

Artikel von Prof. Dr. Christopher Zarnow im zeitspRUng 1/2019

‘Die Alltagssprache hat die Konsequenz, dass der Sündenbegriff an unserem Leben vorbeizureden scheint. Weil das moralische Gewicht des Sündenbegriffs für viele unerträglich oder schlicht unverständlich geworden ist, wird der Begriff trivialisiert (Diätsünde, Verkehrssünde). Auch in der religionspädagogischen Literatur, so scheint es mir, wird eher ein Bogen um das Thema gemacht – womöglich wittert man ,schwarze Pädagogik‘. Der Sündenbegriff wird in Curricula des schulischen Religionsunterrichts ausgespart – wobei das Thema „schuldig werden“, das seinen Platz im Berliner Curriculum für den konfessionell-kooperativen Religionsunterricht hat, aus religiöser Perspektive doch immer auch ein „schuldig werden“ nicht nur vor anderen Menschen oder mir selbst, sondern coram Deo impliziert. Ins Gottesverhältnis gerückte Schuld – das ist aber genau dasjenige, was traditionell mit Sünde gemeint ist.Also – wie soll mit dem Sündenbegriff umgegangen werden?’
(Zitat aus der Einführung)

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Prof. Dr. Christopher Zarnow

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