Rituelle Gewalt aus psychologischer Sicht

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Artikel des Materialdienstes 8/2019 der EZW

Bei „ritueller Gewalt“ wird planmäßig und zielgerichtet Gewalt gegen Menschen ausgeübt. Sie findet in geschlossenen Gruppen statt, ist in Zeremonien eingebunden und wird ideologisch gerechtfertigt.

Nach einem psychotherapeutischen Erklärungsmodell werden die Erinnerungen an die extremen körperlichen und seelischen Schmerzen, die die Opfer ritueller Gewalt erleiden, in manchen Fällen vergessen bzw. abgespalten (Dissoziation). In den letzten Jahren häuften sich jedoch Berichte von traumatherapeutisch Behandelten, dass ihnen in der Therapie die „Erinnerung“ an einen vermeintlichen sexuellen Missbrauch suggeriert worden sei, um damit eine seelische Störung begründen zu können („false memory“, „Getäuschte-Erinnerungs-These“, vgl. Delfs 2017). Im Gegensatz dazu behaupten Vertreter der sog. „Rituellen-Gewalt-These“, dass in hohem Ausmaß körperlicher und sexueller Missbrauch in satanistischen Gruppen stattfinde (vgl. kritisch dazu Hahn 2019). Was ist aus psychologischer Sicht davon zu halten?

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Herkunft des Materials

Michael Utsch

Verfügbarkeit

kostenfrei, frei zugänglich

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