Gottesbild (Unterrichtende, Sekundarstufe, Oberstufe)

Unterrichtspraktische Einstiegsseite zu Thema “Gottesbild”. Links zu erprobten Materialien für die Bildungsstufe(n): Unterrichtende, Sekundarstufe, Oberstufe

Einführung

Wenn Menschen von Gott reden, verbinden sie damit häufig ein inneres Bild. Diese Gottesvorstellung durchläuft im Leben Wandlungen, sie kann anthropomorph, aber auch abstrakt sein und passt sich gesellschaftlichen Gegebenheiten an. Dies regt zu Fragestellungen an: Ist Gott, weil der Mensch ihn denkt? Gott = Mensch? Ist Gott ein Mann oder eine Frau? Gibt es falsche Bilder von Gott? Welche widersprüchlichen Bilder von Gott gibt es? Fragestellungen wie diese u.a.m. tauchen immer wieder im Unterricht auf, in vielen Bundesländern werden sie in Sek. I und II spezifisch thematisiert.

Links

Fachinformation

Zum Gottesbild der Bibel

Biblische (christlich-jüdische) Gottesbilder

Entwicklung des Gottesbildes

Institution: Staatliches Seminar Albstadt-Ebingen

Kurzer Überblick
Entwicklung des Gottesbildes (nach Friedrich Schweitzer, Lebensgeschichte und Religion 1987), zusammengefasst auf einer DIN A4 – Seite.

Das Recht des Kindes auf seine Bilder von Gott

Institution: Institution suchen

Es ist eine alte Frage der Religionspädagogik, ob die anthropomorphen Gottesbilder der Kinder ihr Recht haben, oder
Es ist eine alte Frage der Religionspädagogik, ob die anthropomorphen Gottesbilder der Kinder ihr Recht haben, oder ob sie möglichst schnell durch abstraktere Vorstellungen ersetzt werden sollen, was dann eine Aufgabe der Erwachsenen wäre. Die Frage wurde zu verschiedenen Zeiten verschieden beantwortet. Der im Folgenden vorgestellte Ansatz ergreift für die Gottesbilder der Kinder Partei, und er tut es nicht allein, um ihnen ihre Bilder zu lassen, sondern vor allem, weil es dieser Phase des Menschseins angemessen ist, sich Gott menschlich-konkret vorzustellen, und weil diese Vorstellungen auf dem Weg zum Erwachsenen und damit zu abstrakteren Vorstellungen geradezu notwendig sind. Diese Position ist Ende der 80-iger Jahre zunächst von Anton Bucher im katholischen Raum entfaltet worden und hat dort zu heftigen Auseinandersetzungen geführt.1Auf evangelischer Seite wurde sie zuerst von Frieder Harz vertreten2 – dessen Darstellung ich in weiten Teilen folge – und hat unter dem Stichwort »Per

Vorbereitung

Gottesbilder

Institution: PTI Kassel

Eine kompetenzorientierte Unterrichtseinheit für die Jahrgangsstufe 9/10
Diese Unterrichtseinheit wurde im Rahmen eines Pilotprojekts
zum kompetenzorientierten Unterricht entwickelt,
das die Fachkonferenz Religion der Lahntalschule
Biedenkopf gemeinsam mit dem Staatlichen Schulamt
Marburg-Biedenkopf und dem Studienseminar Marburg in
den Schuljahren 2009 – 2011 durchgeführt hat.

»Ich fange dich mit meinen Händen« Das eigene Gottesbild mit dem Symbol »Hand« begreifen

Institution: RPI Loccum

Unterrichtseinheit Sek. I
Wenn Schülerinnen und Schüler einer 8. Klasse so über ihr Gottesbild sprechen, dann haben sie schon Wichtiges vor Augen: eine Ahnung von Gott und eine Anschauung von sich selbst. Auf diese Weise tastend und gleichzeitig suchend erlebe ich Schülerinnen und Schüler, wenn es darum geht, ihre Vorstellungen von Gott auszudrücken. Sie lassen sich aufmerksam in ein Gespräch verwickeln, sind aber auch bemüht nichts zu sagen, was für sie nicht “stimmig” ist. Sie sind ernsthaft bei der Sache und wollen sagen, was für sie wahrhaftig ist, etwas, wozu sie stehen können. Auf diese Weise wird jede Beschäftigung mit Gott zu einer Wegbereitung, um den Schülerinnen und Schülern einen je eigenen Zugang zu Gott zu öffnen bzw. sie im klassischen Sinn des Wortes zu bilden (ihnen ein Bild Gottes zu ermöglichen) und sie sprachfähig zu machen, damit sie ihrer Vorstellung Ausdruck verleihen können.

Praxishilfen

Die Frage nach Gott

Institution: Staatliches Seminar Albstadt-Ebingen

Vorüberlegungen und Vorschläge zur Gottesfrage im Religionsunterricht, erstellt für Studierende des Staatlichen Seminares
Vorüberlegungen und Vorschläge zur Gottesfrage im Religionsunterricht, erstellt für Studierende des Staatlichen Seminares Albstadt-Ebingen

Bildungsmedien

Das brandneue Testament

Institution: Institution suchen

Kinofilm Trailer
Gott existiert. Er lebt in Brüssel. Doch der Allmächtige ist kein weiser Weltenlenker, sondern ein Familienvater, der frustriert im Bademantel durch die Wohnung schlurft und Frau und Tochter Éa tyrannisiert. Bis Éa die Nase voll hat, sie Gottes alten Computer hackt und mit einer kurzen Botschaft eine Kettenreaktion auslöst…
Die geheimste seiner geheimen Dateien, die Todesdaten aller Menschen, ist schnell geöffnet. Und dann dauert es nur noch ein paar Klicks, bis jeder Mensch auf Erden per SMS erfährt, wie lange er noch zu leben hat. Viele denken darüber nach, was sie mit der ihnen verbleibenden Zeit anfangen wollen. Éa bricht fluchtartig auf, um auf der Erde sechs neue Apostel zu suchen und ein brandneues Testament zu schreiben. Doch Gott ist der Meinung, dass er inmitten des ganzen Chaos auch noch ein gewaltiges Wort mitzureden hat…

Anregungen für den Unterricht

Lernorte

Frag mich! Alles über Islam

Institution: Grassi Museum für Völkerkunde zu Leipzig

Führung durch das Grassi-Museum in Leipzig
“Muss ein muslimischer Fußballspieler im Ramadan fasten, auch wenn er ein wichtiges Spiel hat? Warum soll ich meine Schuhe ausziehen bevor ich eine Moschee betrete? Woher weiß ich, in welcher Richtung Mekka liegt? Ihr fragt – wir antworten. Interaktive Einführung für Kinder im Grundschulalter in das Thema Islam.” (Grassi-Museum).
Dauer: ca. 60 Minuten.

Zeitreise durch die Welt der Religionen – virtuelle Museumsrundgänge

Institution: INTR°A

Virtueller Besuch von (berühmten) Museen mit Zeitleisten
Eine größere Zahl von Museen der Welt bietet virtuelle Rundgänge an, die es ermöglichen, nicht nur religiöse Artefakte anzusehen, sondern die geschichtliche Entwicklung der jeweiligen Religion nachzuverfolgen. Das entsrechende Material kann man sich auf dem eigenen Rechner zusammenstellen. Religionen in Geschichte und Gegenwart werden auf diese Weise konkret anschaubar.

Die virtuellen Reisen und Präsentationen lassen sich für jede/n selbst nachvollziehen, so dass in vielen Fällen SchülerInnen völlig eigenständig damit arbeiten können.

Museumpark Orientalis

Institution: Institution suchen

Drei Religionen begegnen
Der Museumpark Orientalis in Nijmegen an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen vermittelt einen aktuellen Blick auf die drei Religionen, die die Identität unseres heutigen Europas weitestgehend geprägt haben: Judentum, Christentum und Islam. Für Grundschüler, Schüler der Orientierungs- und Sekundarstufe wird umfangreiches und vielfältiges pädagogisches Programm geboten. Themen: Lebensanschauung, Entwicklung der eigenen Identität, Umgang mit Anderen, geschichtliche Fakten und gesellschaftliche Fragen. Ein Museumsbesuch wird zu einer multireligiösen Reise zu den Wurzeln unserer Kultur… Institution: www.museumparkorientalis.nl

Verschiedene Materialien

Modernes Gottesbild: Zu wem beten die da?

Institution: zeit.de

Artikel in Zeit-Online
Unser modernes Gottesbild ist naiv und unser religiöses Denken primitiv. Wir müssen lernen, dass Glauben nichts mit Lehrsätzen zu tun hat

Forschungsprojekt über die Gottesbildentwicklung

Praktische Impulse

– Bilder von Gott zeichnen
– Wie ich früher an Gott gedacht habe
– Umfrage zu Gottesvorstellungen in verschiedenen Altersstufen
– Von Gott kann man nur in Bildern und Symbolen reden, welche kennen wir?
– Selbstvorstellung Gottes in Ex 3,14
– Christliche Gottessicht nachvollziehen
– Jesus als “Bild Gottes”
– Gottesbilder in den Psalmen, im Liederbuch, im Vaterunser untersuchen
– Präsentationen zu Gottesbildern in der Kunst, in Ikonen, in Werbung und in Filmen
– Gott in der Literatur, in Gedichten entdecken
– Internetrecherche: Gottesbilder in den verschiedenen Religionen
– Die 99 Namen Gottes (Islam) vergleichen
– Reflexionen über anthropologisches Reden von Gott
– Die Trinität (Augustinus, Barth), Vergleich mit der Sicht des Islam

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Herkunft

rpi-virtuell
Andrea Lehr-Rütsche

Bildungskontext

Sekundarstufe, Oberstufe

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