Euthanasie-Morde (Unterrichtende, Sekundarstufe, Oberstufe)

Unterrichtspraktische Einstiegsseite zu Thema “Euthanasie-Morde”. Links zu erprobten Materialien für die Bildungsstufe(n): Unterrichtende, Sekundarstufe, Oberstufe

Einführung

Die Euthanasie-Morde gehören zu den dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte. Sie hatten sich lange vorbereitet, auch in anderen Ländern gab es Diskussionen und Gesetze, die sich in der Regel auf Zwangssterilisation behinderter und “asozialer Menschen” beschränkte. Die Nationalsozialisten gingen weiter: Ab dem Jahr 1940 wurden in der sogenannten “Aktion T4” systematisch Menschen aus Einrichtungen abgeholt und ermordet. Nach der Tötung etwa der Hälfte aller Insassen und Protesten aus der Bevölkerung änderte man das Vorgehen dahingehend ab, dass das Töten mehr im Hintergrund geschah: durch Verhungernlassen, falsche Dosierungen in Krankenhäusern u.a.m.
Im Unterricht präsent ist das Thema im Rahmen der Geschichte von diakonischen Einrichtungen und bei bioethischen Themen wie aktiver Sterbehilfe. Im Internet findet sich dazu viel konkretes Material.

Links

Fachinformation

Eugenik, Zwangssterilisation und “Euthanasie”

Institution: diakonie.de

Einführung
Ein Artikel auf den Seiten der Diakonie Deutschland zum Themenbereich Eugenik und Euthanasie-Morde.

Euthanasie

Institution: Planet Schule

Hintergrundinformationen
Auf den Seiten von Planet Schule ist das Video “Grafeneck 1940” zu finden, der Mordfabrik auf der Schwäbischen Alb. Hier sind Hintergrundinformationen zum Thema Euthanasie.

Euthanasie im Dritten Reich

Institution: Planet Wissen

Informationsseite
Unter der Rubrik “Rassenlehre”, zu der auch Videos zu finden sind, ist diese Informationsseite zu den Euthanasiemorden des Nationalsozialsmus von Planet Wissen ins Netz gestellt worden.

Euthanasie

Institution: DHM

Einführung
Einführung in das Thema “Euthanasie in der NS-Zeit” durch das dhm.

Vorbereitung

NS-Euthanasie in Baden und Württemberg

Institution: grafeneck.finalnet.de

Unterrichtsvorschlag
Archivpädagogische Anregungen für die gymnasiale Oberstufe.

Dokumentationszentrum Gedenkstätte Grafeneck

Institution: www.schule-bw.de

“Euthanasie”-Verbrechen im Nationalsozialismus
Hintergrundinformationen – Methodenvorschlag – Materialien und Medien – Praktische Tipps.

“Euthanasie” im NS-Staat: Grafeneck im Jahr 1940

Institution: Institution suchen

Reader
Historische Darstellung – Didaktische Impulse – Materialien für den Unterricht.

Clemens August von Galens Widerstand gegen die “Aktion Gnadentod”

Institution: RPI Loccum

Unterrichtsvorschlag
Ein Praxisbeispiel biografischen Lernens im Religionsunterricht.

Praxishilfen

Die Euthanasie Gedenkstätte Hadamar

Institution: Gedenkstätte Hadamar

Materialsammlung
Dieser Reader für einen eigenständigen Rundgang für Schüler_innen aller Schulformen enthält umfangreiches Material sowohl für die Hand der Lehrkraft als auch für die Schüler und Schülerinnen.

Euthanasieverbrechen in der Zeit des Nationalsozialismus in Leipzig

Institution: Stadt Leipzig

Materialsammlung
Informations-Material für Lehrer und Schüler der 9. und 10. Klassen in Mittelschulen und Gymnasien in Leipzig.

Kirchlicher Widerstand gegen den Euthanasie-Mord 1940 in Baden und Württemberg

Institution: Landesarchiv Baden-Württemberg

Quellenmaterial für den Unterricht
Texte und Abbildungen von Originalschriften zum kirchlichen Widerstand gegen die Euthanasie-Verbrechen der Nationalsozialisten.

“Euthanasie”-Verbrechen im Nationalsozialismus Grafeneck 1940

Institution: schule-bw.de

Unterrichtsvorlagen
Texte, Textquellen, Arbeitsblätter und Links zum Thema “Euthanasie” im Nationalsozialismus, Schwerpunkt Baden-Württemberg.

Bildungsmedien

T4

Institution: gedenkort-t4.eu

Virtueller Gedenkort
Ein virtueller Gedenkort zu den “Euthanasie”-Vebrechen des Nationalsozialismus, entwickelt vom Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband.

Grafeneck 1940

Institution: Planet Schule

Planet Schule – Spuren der NS-Zeit
Filmsequenzen aus dem Video “Grafeneck 1940” mit kurzer Beschreibung.

Euthanasie-Morde in der NS-Zeit

Institution: rpi-virtuell

Lernen an Stationen virtuell
In der Zeit der Nationalsozialisten geschahen unfassliche Morde an behinderten Menschen. Allerdings konnten die Nazis mit diesen Tötungen auf eine Zeitströmung aufbauen, die sich in Folge des Sozialdarwinismus und des verlorenen Weltkrieges zuungunsten von “Ballastexistenzen” wendete. Die Theorien, die Planungen und Durchführungen dieser Aktionen so wie ihr Ende können in diesem virtuellen Lernstationen-Raum von Schülerinnen und Schülern selbstständig erarbeitet werden.

Verschiedene Materialien

“Euthanasie” im Nationalsozialismus

Institution: Institution suchen

Lernen aus der Geschichte
“Für den Bildungsbereich lassen sich an den relativ breiten Protesten und dem Widerstand gegen die Morde an Kranken und sogenannten Behinderten aufzeigen, dass und welche Handlungsspielräume Einzelnen im Nationalsozialismus blieben. Umgekehrt flossen die Erfahrungen der Täter/innen der T4-Mordaktion in die Vernichtung der europäischen Juden und anderer Opfergruppen ein und viele an den „Euthanasie“-Morden Beteiligte wurden zu Mördern oder Mordgehilfen in den Vernichtungslagern der „Aktion Reinhard“. Wir möchten mit dieser Ausgabe zu einer vertiefenden Auseinandersetzung mit der Thematik in Bildungsprozessen beitragen und Denkanstöße liefern.” (Lernen aus der Geschichte)

“Euthanasie” im Nationalsozialismus

Institution: Bundesarchiv

Quellen des Bundesarchivs
“Das Interesse der Öffentlichkeit und die unübersichtliche Quellenlage haben das Bundesarchiv veranlasst, mit Hilfe der Deutschen Forschungsgemeinschaft ein Inventar der Quellen zur Geschichte der „Euthanasie“-Verbrechen 1939-1945 zu erstellen, das in elektronischer Form vorliegt und kontinuierlich ergänzt und korrigiert wird. Das Inventar enthält Informationen zu über 760 Beständen aus vier Staaten.” (Bundesarchiv)

NS “Euthanasie”

Institution: euthanasie-gedenken.de

Internetportal
Inhalt dieser Website:
– Annas Geschichte
– NS-“Euthanasie”
– “T4”-Erinnerungsort in Berlin
– Erinnerungsarbeit, Bedburg-Hau

Tödlicher Rassenwahn: Euthanasie

Institution: Institution suchen

Artikel Deutsche Welle
Einen entscheidenden Schritt bildete das “Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses”, kurz “Erbgesundheitsgesetz”, das am 14. Juli 1933 den Deutschen Reichstag passierte. Menschen, die unter bestimmten Krankheiten litten, konnten nach Inkrafttreten zwangsweise sterilisiert werden… Die Nationalsozialisten erhofften sich aber die Verwirklichung ihres Traums einer “Herrenrasse”, in dem “kranke” und “schwache” Menschen keinen Platz hatten.

Lernorte

Gedenkstätte Grafeneck e.V.

Institution: Institution suchen

“In Grafeneck begann im Jahr 1940 die sogenannte Aktion “T4”. In einem Jahr wurden hier unter nationalsozialistischer
“In Grafeneck begann im Jahr 1940 die sogenannte Aktion “T4″. In einem Jahr wurden hier unter nationalsozialistischer Herrschaft 10.654 Menschen mit geistigen Behinderungen oder psychischen Erkrankungen ermordet. Heute existiert in Grafeneck eine Gedenkstätte und ein Dokumentationszentrum zur Erinnerung an die Opfer und gegen das Vergessen in den Diskussionen der Gegenwart.” (Gedenkstätte)

Gedenkstätte Hadamar

Institution: Gedenkstätte Hadamar

Die Gedenkstätte Hadamar informiert über Zeit, in der die Einrichtung in Hadamar eine Vernichtungsanstalt war. Viele
Die Gedenkstätte Hadamar informiert über Zeit, in der die Einrichtung in Hadamar eine Vernichtungsanstalt war. Viele Orte aus der damaligen Zeit sind noch erhalten. Die Seite bietet unter anderem einen ausführlichen Reader für den unbegleiteten Rundgang durch Schüler und Schülerinnen mit Materialien für die Lehrkraft mit zahlreichen interessanten Informationen und Anleitungen.

Gedenkstätte für die Opfer der NS-“Euthanasie” Bernburg

Institution: Institution suchen

“Nachdem die nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen über mehrere Jahrzehnte dem öffentlichen Bewusstsein
“Nachdem die nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen über mehrere Jahrzehnte dem öffentlichen Bewusstsein weitgehend entfallen waren, begannen in Bernburg in den 1980er Jahren Mitarbeiter des psychiatrischen Krankenhauses mit der Aufarbeitung dieses Teils der Geschichte. Seit 1989 informiert eine öffentlich zugängliche Gedenkstätte am authentischen Ort über die historischen Ereignisse, erinnert an die Opfer und regt zur Auseinandersetzung mit den Tätern an. Seit 1993 ist die Gedenkstätte in der Trägerschaft des Landes Sachsen-Anhalt und seit 2007 in die Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt integriert.” (Stiftungsseite)

Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen “Euthanasie”-Morde

Institution: Institution suchen

Lernort
Im November 2011 beschloss der Deutsche Bundestag, einen »Gedenkort für die Opfer der NS-›Euthanasie‹-Morde« am historischen Ort der Planungszentrale zu errichten. Das Land Berlin lobte daraufhin einen Gestaltungswettbewerb aus. Der Siegerentwurf der Architektin Ursula Wilms sowie des Künstlers Nikolaus Koliusis und des Landschaftsarchitekten Heinz W. Hallmann umfasst eine transparente blaue 24 Meter lange Glaswand, die auf einer zur Mitte leicht geneigten dunklen Fläche aus anthrazitgefärbtem Betonbelag verläuft. Eine begleitende Freiluftausstellung informiert über die Geschichte der nationalsozialistischen »Euthanasie«-Morde mit ihren Auswirkungen bis in die Gegenwart hinein. Der Gedenkort wurde am 2. September 2014 der Öffentlichkeit übergeben.
Öffnungszeiten: Der Gedenk- und Informationsort ist Tag und Nacht frei zugänglich.

Praktische Impulse

– Definitionsänderungen des Euthanasiebegriffes im Laufe der Geschichte
– Vorgeschichte der Euthanasie-Morde (Sozialdarwinismus, Nachkriegsprobleme)
– Betroffene Menschen vor Ort herausfinden
– Lebensläufe nachverfolgen (finden sich im Internet)
– Ablauf der Morde
– Benachrichtungsschreiben an die Angehörigen
– Umgang der Verwandten mit dem Thema
– Stationenlernen
– Archivforschungen
– Besuch von Gedenkstätten
– Online-Recherchen
– Widerstand: Kirchen und Bevölkerung
– Filme
– Reader oder Lapbook erstellen

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (Noch keine Bewertungen)
Loading...

Herkunft

rpi-virtuell
Andrea Lehr-Rütsche

Bildungskontext

Sekundarstufe, Oberstufe

Materialticker

Melden Sie sich zum materialticker an und erhalten Sie mehrmals wöchentlich die aktuellen Materialpooleinträge zugeschickt.

Schreibe einen Kommentar