“Denn Gott bin ich und nicht ein Mensch” (Hosea 11,9)

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Zur verhängnisvollen Allianz von Religion und Gewalt – Artikel

Religionen neigen offensichtlich zur Gewalt. Im Blick auf die aktuelle politische Situation und auf Jan Assmanns These, der Monotheismus sei durch seinen Wahrheitsanspruch besonders gewaltanfällig, untersucht dieser Beitrag das Verhältnis von Religion und Gewalt näher. Zunächst wird mit Hilfe von Luhmanns Machttheorie verdeutlicht, wie religiöse Überzeugungen Gewalt fördern und legitimieren können. Daraufhin werden die notwendigen Voraussetzungen einer gewaltbereiten Religiosität aufgedeckt: (1) die Überzeugung, den Willen Gottes genau zu kennen; (2) die Vorstellung, Gott setze seinen Willen gewaltsam durch; (3) der Anspruch, im Namen dieses Gottes Gewalt anwenden zu müssen. Diesem Verständnis werden Glaubensüberzeugungen gegenübergestellt, die vom Gewaltverzicht und der Barmherzigkeit Gottes ausgehen. Das abschließende Kapitel stellt die Frage, wie sich die religiös begründete Ablehnung religiöser Gewalt durchsetzen kann, obwohl der Diskurs über den rechten Glauben in den Religionen selbst unter Einsatz von Macht und Gewalt geführt wird. (PThI)

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