Konfessionell-kooperativer Religionsunterricht in Baden-Württemberg. Erfahrungen und Evaluation

Konfessionell-kooperativer Religionsunterricht
(KRU) ist ein konfessioneller Religionsunterricht. Er wird in Übereinstimmung mit den Lehren und Grundsätzen der Evangelischen beziehungsweise Katholischen Kirche (vgl. Art7 Abs. 3 GG) erteilt und in Baden- Württemberg landesweit in einem seit 2005 laufenden Schulversuch realisiert. Die Erfahrungen des Versuchs waren so erfreulich, dass die Kirchen aus dem Versuch im Jahr 2009 eine feste Einrichtung gemacht haben.

Sieben Herausforderungen, denen sich ein zukünftiger Religionsunterricht stellen muss

Der Religionsunterricht ist die mit Abstand regelmäßigste und umfangreichste Bildungsveranstaltung der Kirche. Bei allem, was auch kritisch gesagt werden kann, gilt gleichwohl: Keine andere kirchliche Bildungsaktivität erreicht auch nur annähernd dessen Nachhaltigkeit. Jedes Jahr ca. 80 Stunden Unterricht in den dreizehn Lebensjahren, in denen ein Mensch ganz wesentlich seine Persönlichkeit, seine Überzeugungen, seine Handlungsmaximen bildet: Das bedeutet eine große Chance und eine große Verantwortung. Darüber hinaus kann der schulische RU für sich in Anspruch nehmen, dass keine andere kirchliche Bildungsaktivität auch nur annähernd eine vergleichbare Breite der gesellschaftlichen Milieus erreicht.

Let´s talk about porno – Jugendsexualität, Internet und Pornografie

In Zusammenarbeit mit dem Landesmedienzentrum Baden-Württemberg und Pro Familia gibt klicksafe.de ein 138seitiges Materialheft heraus – Anregungen zu einer umsichtigen Behandlung der Auswirkungen, die die medialisierte Sexualisierung auf die Wertvorstellungen von Jugendlichen hat, können auch im Religionsunterricht gewinnbringend sein. Unterthemen: “Was ist schon normal? – Leben in der Pubertät”, “Bin ich schön? Bin ich sexy? – Schönheitsideale in unserer Gesellschaft”, “Alles Porno, oder was? – Pornografie im Netz”, “„Der Typ ist voll porno“ – Sexualisierte Kommunikation”. Noch mehr dazu auch bei mediaculture-online (http://www.mediaculture-online.de/Informationen-zum-Thema.1709.0.html#c9419)

Thüringer Schulportal – Mediothek

Die Mediothek im Thüringer Schulportal ist ein zentrales Angebot von digitalen Unterrichtsmaterialien für alle Thüringer Schulen. In der Mediothek werden Medien zu verschiedensten Unterrichtsthemen gesammelt, dokumentiert und verteilt. Nebne nicht-öffentlichen Materialien stehen zahlreiche Angebote auch zur öffentlichen Nutzung zur Verfügung… Institution: Thüringer Institut für Lehrerfortbildung

Kirchen-Wiki

Im Rahmen dieses Unterrichtsmoduls sollen die Schülerinnen und Schüler ihre eigene Kirchengemeinde besser kennen lernen. Sie informieren sich über Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, über die verschiedenen Einrichtungen und Aktivitäten ihrer Pfarrgemeinde und bereiten diese Informationen für einen Internetbeitrag vor. Anschließend üben sie den technischen Umgang mit einem Wiki und lernen damit eine Technik kennen, die ein auf Zusammenarbeit und Kooperation ausgelegtes Lernen erleichtert und unterstützt.

Zielgruppe: Klasse 6 des Gymnasiums; Zeitbedarf: 9 Stunden

Diakonie in der Großstadt

Bausteine zu schatten und licht 1/2011 Welche Assoziationen haben wir bei dem Wort „Großstadt“?. Die Mitarbeitenden der Evangelischen Gesellschaft (eva) haben in vielen Jahren einen Blick gewonnen für die Schattenseiten einer Großstadt, bei der Menschen auch unter die Räder geraten können. An diesen Stellen ist es wichtig, Menschen nicht „hängen zu lassen“, sondern auf sie zuzugehen und Hilfe anzubieten.

Die eva stellt auf ihrer Homepage Unterrichts-Materialien zur Verfügung, die Einblick in die diakonische Arbeit und in die Lebenssituation von Menschen geben.

Die Materialien für den Religions- und Konfirmandenunterricht sind ein Angebot für Lehrer und Schüler. Sie passen zum baden-württembergischen Bildungsplan für den Religionsunterricht der Klassen 7 bis 9 und eignen sich daneben für den Konfirmanden-Unterricht.

Heilige Elisabeth

In dieser Unterrichtseinheit setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Situationen auseinander, in denen Menschen in Not sind. Sie reflektieren eine fiktive Geschichte von Janoschs „Kleinem Bär und Kleinem Tiger“, in der es darum geht, einem anderen zu helfen. Die Kinder lernen die Person und das Leben der Heiligen Elisabeth von Thüringen kennen, die ihr Leben der Unterstützung bedürftiger Menschen widmete. Die Schülerinnen und Schüler machen sich darüber Gedanken, auf welche Art Menschen Not leiden und was diesen Menschen fehlt. Schließlich überlegen sie sich, wo es in ihrer Umgebung Situationen gibt, in denen Menschen leiden, wie sie diese erkennen und was sie unternehmen können, um zu helfen.
Katholischer Unterrichtsentwurf für eine 2. Klasse, vier Unterrichtsstunden.